21.05.
Der erste Tag seit langem, an dem Thomas wieder frei hatte. Keine Arbeit, keine Verpflichtungen, gar nichts! Solche Tage kommen viel zu selten und sollten umso mehr geschätzt werden.
Er wacht entspannt gegen Mittag auf und folgt seiner morgendlichen Routine - diesmal dauert sie jedoch doppelt so lange, immerhin kann er sich alle Zeit der Welt lassen.
Als er in die Küche gelangt, um sich seinen Kaffee zu machen, erhascht er einen Blick auf den Kalender und bleibt abrupt stehen. Ein rot markiertes Datum wo //Jonas// drunter geschrieben wurde fällt ihm sofort auf. "Oh scheiße..", murmelt er vor sich hin und seufzt genervt. Er hat den Geburtstag seines Sohnes vergessen! Dafür würde er bestimmt kein Spitzenkandidat für "Vater des Jahres" sein.
Er schüttet sich den immer noch heißen Kaffee hinein und hofft innig, dass er sich nicht allzu starke Brandverletzungen holt. Auf einen zweiten Kaffee verzichtet er.
Er braucht knapp 45 Minuten um vor dem Spielfachhandel zu stehen. Während seines Ganges hat er im Internet nach passenden Geschenken für einen 11-jährigen gesucht, doch bis auf teuren Elektrokram, den er sich nie leisten könnte, ist er nicht fündig geworden.
Zögernd betritt er das Geschäft und schlendert durch die Flure und an den gefüllten Regalen vorbei, bis er an einem Regal weiter hinten stehen bleibt. Er weiß noch, dass sein Sohn sich für eher exotischere Tiere begeistert, doch welches war es nochmal?
[[Bestimmt Koalas!->koala]]
[[Er ist sich sicher, dass es Elefanten sind.->elefant]]Er überlegt für eine Weile und wie ein Geistesblitz fällt es ihm wieder ein - Koalas natürlich! Er kann sich noch vage erinnern, dass Jonas mal von ihnen geredet hat.
Der Koala, den Thomas im Auge hat, ist ein kleiner grauer Koala mit einem roten Rucksack auf dem Rücken. Es ist zwar nicht viel, aber immerhin besser als nichts.
Mit einer Hand schnappt sich der 38-jährige das Plüschtier und schlendert zur Kasse. Die kaugummikauende Kassiererin scannt das Plüschtier ein und verkündet dann den Preis: "7,99 Euro." "Oh, das ist aber viel. Gab es etwa eine Inflation in der Plüschwelt?", witzelt Thomas vor sich hin. Die Kassiererin verdreht ihre Augen und hält ihre Hand hin. Etwas beschämt gibt Thomas ihr das Geld und nimmt dankend das Wechselgeld an.
Mit dem Plüschtier in der Hand macht er sich auf den Heimweg.
[[Nachdem er den Rest des Tages mit Nichtstun verbringt, begibt er sich in sein Bett und verfällt in einen Tiefschlaf.->tag 2]]Er überlegt für eine Weile und wie ein Geistesblitz fällt es ihm wieder ein - Elefanten natürlich! Er kann sich noch vage erinnern, dass Jonas mal von ihnen geredet hat.
Der Elefant, den Thomas im Auge hat, ist ein kleiner grauer Elefant mit einem lila Hut auf dem Kopf. Es ist zwar nicht viel, aber immerhin besser als nichts.
Mit einer Hand schnappt sich der 38-jährige das Plüschtier und schlendert zur Kasse. Die kaugummikauende Kassiererin scannt das Plüschtier ein und verkündet dann den Preis: "7,99 Euro." "Oh, das ist aber viel. Gab es etwa eine Inflation in der Plüschwelt?", witzelt Thomas vor sich hin. Die Kassiererin verdreht ihre Augen und hält ihre Hand hin. Etwas beschämt gibt Thomas ihr das Geld und nimmt dankend das Wechselgeld an.
Mit dem Kuscheltier in der Hand macht er sich auf den Heimweg.
[[Nachdem er den Rest des Tages mit Nichtstun verbringt, begibt er sich in sein Bett und verfällt in einen Tiefschlaf.->tag 2]]22.05.
Er hat noch knapp 2 Stunden Zeit, um auf der Arbeit zu sein. Heute hat er die Spätschicht erwischt, was ihm aber nicht sonderlich viel ausmacht, da er sowieso keine Pläne hat.
Langsam geht er durch den Supermarkt und bleibt immer wieder bei Regalen stehen, ehe er weiter seinen leeren Einkaufswagen vor sich hin schiebt.
Er ist jetzt schon zum zweiten Mal dabei, den nicht allzu vollen Supermarkt nach etwas Essbaren zu durchschauen. Zögernd bleibt er vor dem Regal voller Dosen stehen.
[[Er hat schon lange keine Ravioli gegessen.->ravioli]]
[[Der neue Erbseneintopf sieht doch schmackhaft aus.->erbsen]]So viel Auswahl an den Fertigravioli! Jedoch bleibt er bei seiner Lieblingsmarke und packt sich zwei Dosen in den Einkaufswagen.
Er setzt seine Essenssuche fort, wird jedoch von einer Person, die seinen Namen ruft, aufgehalten. "Thomas.", hört er von hinten. Überrascht dreht er sich um. Bis auf seine Nachbarn und zwei Arbeitskollegen spricht ihn niemand an.
Als er jedoch erkennt, wer die Person ist, verzieht er sein Gesicht kurz. "Hallo, Linda.", sagt er und versucht, dem Blick seiner Ex-Frau auszuweichen. "Jonas möchte dich morgen nach der Schule sehen." Verwunderung breitet sich auf seinem Gesicht aus. Es ist leider selten, dass Jonas seinen Vater außerhalb von Wochenenden sehen möchte. "Also, würdest du ihn abholen?", fragt Linda genervt und reißt Thomas aus seinen Gedanken.
"Äh..
[[ja, natürlich werde ich das tun!"->ja]]
[[das kann ich auf die Schnelle nicht sagen, aber ich werde dir heute Abend Bescheid geben."->vielleicht]]
[[das tut mir außerordentlich leid, aber ich muss morgen den ganzen Nachmittag und Abend arbeiten."->nein]]Thomas fühlt sich heute abenteuerlustig und lässt sich dementsprechend auf den neuen Erbseneintopf ein, von dem er gleich zwei Dosen in seinen Einkaufswagen legt.
Er setzt seine Essenssuche fort, wird jedoch von einer Person, die seinen Namen ruft, aufgehalten. "Thomas.", hört er von hinten. Überrascht dreht er sich um. Bis auf seine Nachbarn und zwei Arbeitskollegen spricht ihn niemand an.
Als er jedoch erkennt, wer die Person ist, verzieht er sein Gesicht kurz. "Hallo, Linda.", sagt er und versucht, dem Blick seiner Ex-Frau auszuweichen. "Jonas möchte dich morgen nach der Schule sehen." Verwunderung breitet sich auf seinem Gesicht aus. Es ist leider selten, dass Jonas seinen Vater außerhalb von Wochenenden sehen möchte. "Also, würdest du ihn abholen?", fragt Linda genervt und reißt Thomas aus seinen Gedanken.
"Äh..
[[ja, natürlich werde ich das tun!"->ja]]
[[das kann ich auf die Schnelle nicht sagen, aber ich werde dir heute Abend Bescheid geben."->vielleicht]]
[[das tut mir außerordentlich leid, aber ich muss morgen den ganzen Nachmittag und Abend arbeiten."->nein]]"Okay, dann hol ihn bitte morgen um 2 Uhr ab. Oh und mach ihm was zu Essen." Linda wirft einen kurzen Blick auf den Inhalt seines Einkaufswagens und schaut ihn strikt an. "Was Vernünftiges!"
Mit diesen Worten verabschiedet sie sich und lässt Thomas in dem Gang stehen. Grinsend setzt er seinen Einkauf fort, diesmal achtet er aber auch darauf, etwas halbwegs Ordentliches zu kaufen.
Auch wenn er etwas komisch aussieht - grinsend vor der Fleischtheke, während er verschiedene Wurstsorten in die Hand nimmt - er ist wirklich glücklich. Jonas war zwei Wochenenden aufgrund eines hohen Fiebers krank und Thomas hat ihn schon sehr vermisst.
Nach der Scheidung vor 5 Jahren hat er kein gutes Verhältnis zu seinem Sohn, was ihn jeden Tag belastet. Er versucht es immer wieder, doch es scheitert aufs Neue. Umso mehr freut er sich auf den morgigen Tag. Zwar hat er nicht viele Möglichkeiten, etwas mit ihm zu unternehmen, dennoch gefallen ihm banale Dinge wie Jonas bei den Hausaufgaben helfen oder mit ihm Karten spielen.
[[Glückselig vollendet er seinen Einkauf und begibt sich dann zur Arbeit->tag 3]]Linda verdreht die Augen. "Na, wenn man dich kennt, dann wirst du es doch eh vergessen!", sagt sie schnippisch. Thomas verdreht die Augen und schaut kurz um sich. "Musst du jetzt wirklich versuchen einen Streit zu provozieren?!"
Sie lacht kurz auf und schüttelt den Kopf. "Ich provoziere Nichts! Ich sage lediglich das, was alle denken - auf dich kann man sich nicht verlassen."
Genervt dreht sich Thomas um und winkt ihr kurz zu. "Ich melde mich heute Abend." Es ertönen noch einige Worte von Linda, die Thomas jedoch nicht mehr gehört hat, da er mit schnellen Schritten zur Kasse hinausgeht um seiner Ex-Frau so schnell es geht zu entkommen.
Er würde sehr gerne seinen Sohn sehen, aber morgen muss er arbeiten. Thomas muss wohl oder übel vor der Arbeit fragen, ob er früher gehen darf. Das wird seinem Chef so gar nicht gefallen, da Thomas in letzter Zeit schon einige Fehlstunden und Verspätungen hat. Dennoch würde er gerne Jonas sehen.
[[Hach, dieses Dilemma eines unterhaltzahlenden Vaters. Mit betrübter Laune begibt sich Thomas zur Arbeit.->tag 3]]"Typisch!", ruft Linda und verschränkt ihre Arme vor der Brust. "Das ist mal wieder //so// typisch von dir! Da hast du deinen Sohn zwei Wochen nicht gesehen, und schon hast du keine Lust mehr ihn überhaupt zu sehen?!"
"Du willst mir das wirklich unterstellen? Ich muss auch an mich denken, okay! Ich muss morgen halt arbeiten damit //du// dir Sachen leisten kannst." - "Sach mal, geht's noch? Du bist hier nicht meine Geldquelle. Ich könnte auch gut ohne den Unterhalt leben." - "Dann tu es doch!"
Es hat keinen Sinn, Thomas und Linda werden sich nur noch weiter streiten. Daher ergreift Thomas die Initiative, unterbricht Linda mitten im Satz und stampft wütend zur Kasse. Dass ihm sowas unterstellt wird, kann er nicht fassen. Es ist doch nicht seine Schuld, dass er genau dann arbeiten muss, wenn Jonas ihn sehen möchte.
[[Wütend geht er zur Arbeit. Auf dem Heimweg gibt er einem Obdachlosen noch 10 Cent, um sein Karma aufzubessern.->tag 3]]23.05., 13:00 Uhr.
Thomas ist gerade auf dem Weg zu seiner Arbeit. Plötzlich piepst sein Handy. Mit einem Zug holt er es aus seiner Jackentasche und entsperrt es. Eine Nachricht von Jonas.
//Hi Papa! Kommst du mich heute abholen?//
Er sperrt das Handy und bleibt nach 10 Minuten vor seiner Arbeit stehen. Jonas wartet immer noch auf eine Antwort. Thomas geht in das Geschäft hinein und sucht seinen Chef, welcher nicht so gut drauf scheint.
"Alles okay, Detlef?", fragt Thomas, als er seinen Chef genervt einige Papiere lesen sieht. "Nein", antwortet er launisch, "zwei Leute sind heute ausgefallen."
Jetzt hat Thomas sicher keine Chance, heute freizubekommen. Aber fragen bringt ja nicht um - hoffentlich.
Thomas wischt sich den Schweiß von seiner Stirn und räuspert sich, um die Aufmerksamkeit seines Arbeitgebers zu bekommen. "Ist es wichtig?", fragt er, ohne seine Miene zu verziehen.
"Ich wollte fragen ob.. ich.. heute eventuell frei haben kann. Mein Sohn ist wieder gesund und ich wo-" - "Du willst mich doch wohl verarschen?! Ich hab dir eben noch gesagt, dass zwei Leute ausgefallen sind, und du fragst mich, ob du frei haben kannst? Geh gefälligst an deinen Platz."
Thomas schließt für einige Momente seine Augen und verlässt dann das Büro seines Chefs.
[[Tja, dann fallen wohl heute drei aus.->jonas]]
[[Wie kann er das nur Jonas sagen?->arbeit]]So schnell es geht stürmt er aus dem Laden und geht dann einige Häuser weiter, ehe er anhält und Jonas Bescheid gibt, dass er ihn abholt. Detlef wird drüber hinweg kommen, außerdem ist er eh nicht wichtig.
Nach seiner Bestätigung kommt von Jonas eine Reihe von fröhlichen Emojis, auf die Thomas ebenfalls mit einigen Emojis antwortet.
Er wartet schon bestimmt eine halbe Stunde vor dem Schuleingang. Endlich läutet die Glocke und es dauert 15 Minuten, ehe Jonas seinen Vater sieht und auf ihn zustürmt.
Auf dem Heimweg unterhalten sich die beiden viel und Thomas' Angst, dass Jonas ihn nicht mehr sehen wollen würde, verschwindet im Nu.
Bei Thomas angekommen macht er ihm etwas zu essen und Jonas macht solange seine Hausaufgaben. Jedoch ist er sehr unkonzentriert, immer wieder schweift er von seinen Hausaufgaben ab und erzählt über seinen Schulalltag.
"Papa, kommst du am Samstag?" Thomas nickt lächelnd: "Natürlich! Immerhin wirst du 11! Das kann ich mir doch nicht entgehen lassen." Jonas springt auf und geht zu seinem Vater. "Mama will mir meinen Wunsch nicht erfüllen.", sagt er mit trauriger Miene. Thomas schaut ihn verwundert an und fragt ihn nach dem Wunsch. "Ich wünsche mir das neue Mortal Kombat-Spiel! Aber Mama meinte, sie hat schon ein besseres Geschenk für mich. Meinst du, du kannst mir das schenken?"
Jonas schaut ihn mit großen Augen an und Thomas tätschelt nur seinen Kopf. "Mal schauen, was ich so hinkriegen kann."
[[Nach weiteren Stunden, gefüllt mit fragwürdigem Essen und Kartenspielen, bringt Thomas seinen Sohn Heim.->tag 4a]]Thomas seufzt und holt sein Handy aus seiner Tasche. Er tippt schnell auf dem Display rum und es dauerte einige Minuten, bis er eine halbwegs okaye Nachricht formulieren konnte.
Sein Daumen schwebt für einige Momente über den "Senden"-Knopf, bis er ihn dann abdrückt und direkt das Handy wegsteckt. Er mag die Reaktion seines Sohnes gar nicht ausmalen. So kurz vor seinem Geburtstag sagt sein eigener Vater ab. Aber Thomas konnte sich nicht mehr Abmahnungen leisten, er hat schon zu viele und ist auf den Job angewiesen.
Nach einigen Stunden gefüllt mit langweiliger Arbeit, weil heute einfach nicht genug Kunden für alle anwesenden Angestellten da sind, wirft Thomas einen Blick auf sein Handy, in der Hoffnung, dass Jonas ihm geschrieben hat.
Jedoch zeigt das Handy bis auf ein Systemupdate und das Wetter keine neuen Benachrichtungen an. Niedergeschmettert verstaut er es wieder in seine Hosentasche und setzt seine nicht vorhandene Arbeit fort.
[[Thomas quält sich durch die letzten Stunden und sein anschließender Heimweg ist lang und wehleidig.->tag 4b]]
24.05.
Auf der Arbeit hat Thomas mit Abstand die schlimmste Mahnung und Standpauke seines Arbeiterdaseins bekommen. Detlef ist wirklich gar nicht angetan von seinem Verhalten und drückt ganz deutlich aus, dass Thomas sich so etwas nicht noch einmal erlauben darf.
Die ganze Zeit über denkt Thomas an den von Jonas geäußerten Wunsch nach. Gegen ein neues Spiel kann sein langweiliges Geschenk nicht mithalten. Er kann sich kaum auf die Arbeit konzentrieren, so gedankenversunken ist er. Das bemerken auch seine Kollegen, die ihn immer wieder auf Fehler hinweisen und meinen, dass er sich zusammenreißen soll. Jeder hat das "Gespräch" zwischen Thomas und Detlef mitbekommen, doch nur die wenigsten interessieren sich dafür.
Nach Arbeitsschluss beschließt Thomas, sich das besagte Spiel anzuschauen und geht dementsprechend in einen Spielhandel. Dort fragt er erstmal den Azubi, wo er das Spiel finden kann. Dieser zeigt ihm ein komplettes Regal gefüllt nur mit diesem einen Spiel. "70 Euro für ein Spiel?", murmelt Thomas vor sich hin, während er die Hülle des Spieles betrachtet. Es ist schon Monatsende und sein Gehalt wird langsam knapp.
[[Was soll's. Einmal kann ich auf den Bus verzichten.->gja]]
[[Da muss das Kuscheltier wohl ausreichen. Nächstes Jahr gibt es vielleicht mehr.->gnein]]24.05.
Thomas hat gestern und heute Morgen noch versucht, Jonas anzurufen, doch dieser hat den Anruf nicht angenommen. Auf Nachfrage bei seiner Ex-Frau erwidert sie, dass er ihn momentan nicht sehen möchte, aber dass er noch zum Geburtstag kommen kann, da "er ja der Vater sei" und "sie wolle keine Klage".
Kurz vor der Arbeit betritt Thomas das Büro seines Vorgesetzten und möchte ihn um einen freien Tag fragen. Detlef sieht in einer guten Stimmung aus. Anscheinend haben sich heute nicht so viele Leute krank geschrieben.
"Ich müsste einmal mit dir reden.", fängt Thomas an und reißt Detlef aus seinen Gedanken. Dieser nickt mit seinem Kopf auf den gegenüberstehenden Stuhl und signalisiert Thomas, dass er sich setzen solle.
Nach knapp 10 Minuten Verhandlung konnte Detlef sich dank der Hilfe von Kompromissen überreden lassen, Thomas morgen frei zu geben. Dafür müsste er jedoch heute einige Überstunden machen, da sich wieder eine Person krank geschrieben hat.
[[Dies war Thomas jedoch egal, da er schließlich morgen seinen Sohn sehen wird.->tag5c]]Er dreht die Verpackung noch dreimal um, ehe er sich für das Spiel entscheidet. Schnell geht er durch den Laden und zur Kasse; dahinter steht der am Handy spielende Azubi der sich erst mit einem "Entschuldigung" aus der Bahn werfen lässt.
"Was?", fragt er genervt, ehe er realisiert, dass er auf der Arbeit ist, sich entschuldigt und schließlich "Wie kann ich Ihnen helfen?" fragt. Thomas grinst leicht und legt das Spiel auf die Theke. Solche Aktionen kennt er von sich selbst zu gut und haben ihn auch schon in einige schwierige Situationen gebracht.
Nachdem Thomas bezahlt und sich von dem inzwischen wieder spielenden Azubi verabschiedet, schaut er in die Tüte und nochmal auf den Bon. "70 Euro... puh.. ich hoffe das wird er aber auch richtig spielen."
Er verlässt den Laden und zückt sein Handy aus der Hosentasche. Jetzt muss nur noch Detlef gefragt werden, ob Thomas morgen frei bekommt. Ob er sich das nach heute Morgen leisten kann?
Nervös tippt er die Handynummer ein und hält das Handy an sein Ohr. Es piept dreimal bis eine genervte Stimme antwortet. "Ich bin's, Thomas." - "Was willst du?" Gar nicht gut, aber er muss es wagen.
Nach über 10 Minuten hitziger Diskussion ist Detlef so verblieben, dass Thomas morgen gefälligst auf der Arbeit antanzen soll.
[[Thomas packt das Handy wieder ein und stampft wütend nach Hause.->tag5a]]Er dreht die Verpackung dreimal um, ehe er sich gegen das Spiel entschließt. Jonas wird erst 11 Jahre alt, das Spiel sieht definitiv zu brutal aus und außerdem kann sich das Thomas gar nicht leisten. Er muss noch einige Rechnungen von vor einigen Wochen bezahlen.
Er schaut sich noch einmal in dem Laden um, in der Hoffnung, dass er eventuell ein billigeres Spiel finden kann, doch bis auf sehr alte, benutzte Spiele findet er nichts. Thomas ist sich sicher, dass Jonas' Spielgeschmack nicht gerade einfach ist.
Beim Hinausgehen verabschiedet er sich noch von dem an der Kasse stehenden Azubi, der ihn aber vollkommen ignoriert, da er gerade zu tief in seinem Handy versunken ist.
Aus dem Laden und an der Hauptstraße angekommen, zückt er sein Handy aus der Hosentasche. Jetzt muss nur noch Detlef gefragt werden, ob Thomas morgen frei bekommt. Ob er sich das nach heute Morgen leisten kann?
Nervös tippt er die Handynummer ein und hält das Handy an sein Ohr. Es piept dreimal bis eine genervte Stimme antwortet. "Ich bin's, Thomas." - "Was willst du?" Gar nicht gut, aber er muss es wagen.
Nach über 10 Minuten hitziger Diskussion ist Detlef so verblieben, dass Thomas morgen gefälligst auf der Arbeit antanzen soll.
[[Thomas packt das Handy wieder ein und stampft wütend nach Hause.->tag5b]]25.05.
Samstagmorgen. 9:00 Uhr. Thomas hat noch genau 2 Stunden Zeit, ehe er bei Jonas eintreffen soll. Daher lässt er sich genügend Zeit für seine morgendliche Routine.
Doch nicht zu viel! Immerhin möchte er den besten Eindruck bei Jonas hinterlassen. Daher rasiert er sich, damit er wieder halbwegs normal aussieht und er zieht sich sogar gute Kleidung an. Nicht nur die langweiligen Arbeitsklamotten, die er fast jeden Tag anzieht - Nein, er muss ordentlich aussehen.
Als er seine Schönheitspflegeroutine beendet, sieht er das noch nicht verpackte Geschenk auf dem Schreibtisch liegen. Oh, Thomas hat das Geschenkpapier vergessen, naja, dann muss er halt improvisieren.
Das Geschenk ist eingepackt, Thomas sieht okay aus, dann kann es ja losgehen!
Mit dem Bus dauert es 40 Minuten, bis er bei Linda und Jonas ankommt. An der Tür hängt schon Deko und von innen hört er schon laute Stimmen, die er jedoch nicht zuordnen kann. Nervös betätigt Thomas die Klingel und es dauert einige Momente, bis Jonas die Tür aufmacht. Er schaut ihn von oben bis unten an und zeigt ihm dann ein schwaches Lächeln. "Hi, Papa.", sagt er leise und bittet ihn hinein.
Jonas wirkt nicht überglücklich, was Thomas kränkt; nach einer Entschuldigung von Thomas aus ist die Sache jedoch gegessen und Jonas taut auf und freut sich im Nachhinein auf das Geschenk seines Vaters. "Ohhhh, wie cool! Woher wusstest du das?", fragt Jonas erstaunt seinen Vater, als er Thomas' Geschenk öffnet. "Ich bin halt dein Vater, ich weiß solche Sachen eben."25.05.
Samstagmorgen. 6:30. Thomas steht genervt auf und macht sich träge für die Arbeit fertig. Er hat weder Linda noch Jonas gesagt, dass er nicht frei bekommen hat.
Wie kann man das auch so einfach sagen?! *Du Jonas, ich komm übrigens nicht zu deinem Geburtstag.* Das wäre doch echt das allerletzte was man machen kann.
Vielleicht kann er auch heute Abend vorbei kommen? Aber Linda wäre sehr wahrscheinlich dagegen. Sie mag es nicht, wenn Thomas noch spät bei ihnen rumhängt. Und außerdem hat Jonas ja seine Freunde da. Vielleicht übernachten sie ja bei ihm, und Thomas würde sie nur stören.
Diese Gedanken plagen ihn und er bemerkt gar nicht, wie schnell die Zeit verstreicht. Er ist erst mit der Hälfte fertig, ehe er bemerkt, dass er schon zu spät kommt.
[[Das wird Detlef gar nicht gefallen. Wenn er jetzt noch losläuft, kann er es vielleicht noch schaffen.->garbeit]]
[[Ach, was soll's. Er is sowieso schon zu spät, dann kann er auch zu Jonas gehen.->gjonas]]25.05.
Samstagmorgen. 6:30. Thomas steht genervt auf und macht sich träge für die Arbeit fertig. Er hat weder Linda noch Jonas gesagt, dass er nicht frei bekommen hat.
Wie kann man das auch so einfach sagen?! *Du Jonas, ich komm übrigens nicht zu deinem Geburtstag.* Das wäre doch echt das allerletzte was man machen kann.
Vielleicht kann er auch heute Abend vorbei kommen? Aber Linda wäre sehr wahrscheinlich dagegen. Sie mag es nicht, wenn Thomas noch spät bei ihnen rumhängt. Und außerdem hat Jonas ja seine Freunde da. Vielleicht übernachten sie ja bei ihm, und Thomas würde sie nur stören.
Diese Gedanken plagen ihn und er bemerkt gar nicht, wie schnell die Zeit verstreicht. Er ist erst mit der Hälfte fertig, ehe er bemerkt, dass er schon zu spät kommt.
[[Das wird Detlef gar nicht gefallen. Wenn er jetzt noch losläuft, kann er es vielleicht noch schaffen.->garbeit]]
[[Ach, was soll's. Er ist sowieso schon zu spät, dann kann er auch zu Jonas gehen.->gjonas2]]Er stülpt sich seinen grauen Pullover über den Kopf, zieht sich seine Schuhe halbwegs an und schaut noch einmal in den Spiegel. Er ist sich sicher, dass er noch nie so schrecklich aussah wie jetzt. Hauptsache er kommt irgendwie pünktlich an.
Thomas läuft quasi zur Arbeit und eine Minute vor Ladenöffnung kommt er hechelnd an, wo er schon von Detlef erwartet wird, der mit hochgezogener Augenbraue am Eingang steht.
"Fast hättest du es dir hier versaut.", sagt er, während er Thomas von oben bis unten mustert und dann mit einem Kopfschütteln sich von ihm abwendet.
Beschämend folgt er seinem Arbeitgeber in den Laden und geht in eine Stille Ecke, um Linda anzurufen.
Als Thomas ihr versucht zu erklären, dass er es eventuell erst heute Abend schafft, rastet Linda komplett aus und beleidigt ihn auf jegliche erdenliche Art und Weise, ehe sie vor Wut das Gespräch beendet, ohne Thomas zu Wort kommen lassen. Geschockt starrt er auf das Handy. Detlef kommt auf ihn und zu gibt ihm sofort eine Aufgabe. Genervt starrt Thomas Detlef an, ehe er an ihm vorbei schlendert und "aus Versehen" seine Schulter gegen Detlefs schlägt.Thomas schaltet sein Handy aus, damit Detlef ja nicht auf die Idee kommt, dass er Thomas mit Anrufen und Ähnlichem belagern kann.
Jetzt lässt sich Thomas umso mehr Zeit. Schließlich muss er erst um 11 Uhr bei Jonas eintreffen. Also rasiert er sich und zieht sich gemütlich seine besten Sachen an - natürlich nachdem er gegessen hat, er möchte ja keine Flecken verursachen.
Er schaut auf die Uhr. Noch knapp 50 Minuten. Der Bus braucht 40 Minuten. Das reicht. Er greift zum Spiel und bemerkt, dass es ja noch gar nicht eingepackt ist. Schnell schaut er durch seine Schränke und Regale, findet jedoch kein Geschenkpapier. "Das wird wohl ausreichen müssen.", sagt er, während er das Spiel in Paketpapier wickelt. Braun ist doch in heutzutage, oder?
Schnell macht er sich auf den Weg zur Bushaltestelle und sucht passendes Geld für eine Tageskarte bis er - nachdem der Bus schon in Sichtweite ist - bemerkt, dass ihm 3 Euro fehlen. Er schlägt sich auf die Stirn und schaut, wie der Bus vor ihm anhält. Fragen könnte er nicht, das wirkt komisch. Er beobachtet, wie der Bus nach einigen Momenten wieder abfährt und macht sich zu Fuß auf den Weg.
Nach über einer Stunde und völlig verschwitzt steht Thomas vor der Tür und drückt nervös die Klingel. Jonas macht die Tür auf und mustert verwundert seinen Vater. "Du hast den Kuchen verpasst.", sagt er stumpf, bevor er sich von seinem Vater abwendet und wieder in das Haus geht. Thomas folgt ihm mit schwerer Atmung und übergibt Jonas das schlecht eingepackte Geschenk. Er hält es gegen das Licht, kann den Inhalt jedoch nicht erkennen. Er reißt das Geschenk auf und grinst mit großen Augen seinen Vater an. "Wow! Danke Papa! Du bist der Beste!"Thomas schaltet sein Handy aus, damit Detlef ja nicht auf die Idee kommt, dass er Thomas mit Anrufen und Ähnlichem belagern kann.
Jetzt lässt sich Thomas umso mehr Zeit. Schließlich muss er erst um 11 Uhr bei Jonas eintreffen. Also rasiert er sich und zieht sich gemütlich seine besten Sachen an - natürlich nachdem er gegessen hat, er möchte ja keine Flecken verursachen.
Er schaut auf die Uhr. Noch knapp 50 Minuten. Der Bus braucht 40 Minuten. Das reicht. Er greift zum Kuscheltier und bemerkt, dass es ja noch gar nicht eingepackt ist. Schnell schaut er durch seine Schränke und Regale, findet jedoch kein Geschenkpapier. "Das wird wohl ausreichen müssen.", sagt er, während er das Spiel in Paketpapier wickelt. Braun ist doch in heutzutage, oder?
Er geht zur Bushaltestelle und sucht das passende Geld für eine Tageskarte raus. Zum Glück findet er den genauen Betrag, kurz bevor der Bus an der Bushaltestelle stehen bleibt. Thomas steigt vorne ein, bezahlt passend und setzt sich dann in den halb leeren Bus.
Nach 40 Minuten steigt er aus und begibt sich schnell zu dem Haus von Linda und Jonas. Er begutachtet das Geschenk und hofft innig, dass Jonas das zufrieden stellen wird. Nervös betätigt er die Klingel und nach wenigen Momenten öffnet ihm Jonas die Tür. Er begrüßt fröhlich seinen Vater und bittet ihn hinein.
Nachdem der Kuchen angeschnitten wurde, öffnet Jonas seine Geschenk. Thomas übergibt seinem Sohn sein Geschenk und hofft auf eine halbwegs positive Reaktion. Jonas reißt das Paketpapier auseinander und starrt einige Momente auf das Tier. "Oh.. ich dachte..", fängt er an. Er schaut Thomas an und lächelt dennoch. "Danke Papa! Woher weißt du, dass das meine Lieblingstiere sind?" Thomas lächelt erleichtert, während er sich den Schweiß von der Stirn abwischt. "Ich bin dein Vater, ich weiß solche Dinge."